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23.03.2018, 08:19 Uhr | Südkurier / Stephanie Jakober
CDU-Stadtverband: Wahlen fordern viel Ehrenamt ein
CDU-Chef Martin Lienhard ist froh über das wahlfreie Jahr. Doch der Blick richtet sich bereits jetzt auf Kommunalwahl 2019.
Die Nachricht, dass es in Berlin wieder eine Regierung gibt, sorgt beim CDU-Chef Martin Lienhard für Freude. Denn Neuwahlen hätten auch Einfluss auf den Donaueschinger Stadtverband gehabt. „Neuwahlen wären ein zweifelhaftes Vergnügen gewesen.“ Denn man hatte sich schon auf ein Jahr ganz ohne Wahlen gefreut. „Jetzt haben wir Zeit, mal wieder etwas für die CDU-Familie zu tun“, so Lienhard. Denn: Vom Plakate aufhängen, über das Verteilen von Flyern bis hin zum Haustürwahlkampf und den Ständen – ein Wahlkampf fordere große ehrenamtliche Anstrengungen von den Mitgliedern. Und dann liegt der Fokus eben auch auf 2019: Die Vorbereitungen für den Kommunalwahlkampf haben schon begonnen: Schließlich müssen die entsprechenden Kandidaten, um die CDU-Liste vollzubekommen, gesucht werden.
CDU-Chef Martin Lienhard (von links) ehrt Hubert Kaefer für 40 Jahre und Gisela Rösch für 30 Jahre Mitgliedschaft in der CDU.
Ortsverband Wolterdingen: Gute Nachrichten gibt es für die Wolterdinger CDU, der Ortsverband wird nicht mit dem Stadtverband verschmelzen, denn mit Markus Langenbacher hat sich ein neuer Kassierer gefunden, der die Nachfolge des Ehepaares Albert und Gisela Gliese antreten wird. Den kommissarischen Vorsitz wird Wolterdingens Ortsvorsteher Reinhard Müller übernehmen – eigentlich auch keine wirkliche Neuerung. Seit Hubert Kaefer das Amt aufgegeben hatte, lag die Verantwortung für den Wolterdinger Ortsverein in den Händen des Stadtverbandsvorsitzenden, doch Müller hatte sich immer um die Wolterdinger CDU gekümmert. „Es wäre schade gewesen, wenn so ein großer Ortsteil keine eigene Ortsgruppe mehr gehabt hätte“, so Lienhard. Denn es sei wie mit der Kirche, wenn sonntags kein Gottesdienst mehr im Ort stattfindet, würden sich die wenigsten auf den Weg in die Hauptkirche machen.

Mitgliederentwicklung: „Mit knapp 200 Mitgliedern sind unsere Mitgliederzahlen einigermaßen stabil“, sagt Lienhard. Allerdings wären in „unserem Landstrich“ die Mitgliederzahlen gesunken, die Personalkosten für die Hauptamtlichen hingegen gestiegen. Das bedeute, dass die Abführungen auch steigen. Nach der Erhöhung müssten monatlich 4,70 Euro abgeführt werden, über den Mitgliedsbeitrag erhalte der CDU-Stadtverband Donaueschingen fünf Euro. „Da bleibt nicht mehr viel übrig“, erklärt Lienhard. Deswegen soll der Jahresbeitrag, der aktuell 60 Euro beträgt, in nächster Zeit auf 70 bis 75 Euro erhöht werden. „Wir werden das aber nicht mit der Brechstange durchsetzen, sondern schonend umsetzen“, so Lienhard.

Junge Union Südbaar: Im Herbst des vergangenen Jahres wurde die Junge Union Südbaar wiederbelebt. „Seither treffen wir uns regelmäßig“, berichtet der Vorsitzende André Nicklaus. Es habe sich mittlerweile ein harter Kern herauskristallisiert und aus Unbekannten wären Freunde und Partner geworden. Aktuell liege der Schwerpunkt auf der Mitgliederwerbung. Die Finanzen stünden gut da, was an den Vorgängern liege und der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren keine Aktionen stattgefunden hätten. „Die Junge Union ist selbstredend sehr wichtig für uns und wir haben schon gemerkt, dass sie auch einmal gegen den Kamm bürsten kann“, sagt Lienhard und spielt damit auf die Kritik der Jungen Union am Verkehrskonzept und der Forderung nach mehr Transparenz an. Die Aussagen hatten der Position der CDU-Fraktion im Donaueschinger Stadtrat komplett widersprochen.

• Ehrungen: Seit 50 Jahren ist Franz Wiehl CDU-Mitglied. Für 40 Jahre wurden Maria Stadler und Hubert Kaefer und für 30 Jahre Gisela Rösch und Adolf Engesser geehrt. Gisela Rösch war 20 Jahre Stadträtin und hat sich auch sonst in der CDU in vielfältiger Weise eingebracht. „Es ist ihrer Hartnäckigkeit zu verdanken, dass ich heute hier als Vorsitzender stehe“, erklärt Lienhard. Hubert Kaefer hatte lange Zeit die Wolterdinger CDU geführt und saß von 1980 bis 2009 im Ortschaftrat und von 1994 bis 2009 auch im Gemeinderat.